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Chronik

Schach bei Zabo Eintracht – wie alles begann...

Der heutige Verein Zabo Eintracht stammt von 1916, gegründet als Sportverein Zabo. Von 1924 bis 1933 ist in der damals höchsten Amateur-Klasse mit viel Engagement dem runden Leder nachgejagt worden. Danach wurde der Verein von höherer Stelle aufgelöst und das Vereinsvermögen beschlagnahmt! Erst nach Kriegsende kann man das Vereinsgelände an der Fallrohrstraße, wo es auch heute noch liegt, wieder in Besitz nehmen. 1950 findet die Fusion mit dem Fußballverein Eintracht Nürnberg statt unter der neuen Bezeichnung „ Spielvereinigung Zabo-Eintracht e.V. Nürnberg“. Heute stellt sich der Verein mit seinen ca. 350 Mitgliedern als solide Größe im Nürnberger Sportleben dar, vielleicht nicht als einer der ganz Großen, aber wir können uns durchaus sehen lassen! Dargeboten werden die Sparten Fußball, Volleyball, Tischtennis, Kegeln und Schach. Die erste Fußballmannschaft, traditionell das Aushängeschild bei den meisten Sportvereinen, spielt seit letzter Saison nach langen Jahren wieder einmal in der Kreisklasse, die bei der letzten Teilnahme von Zabo noch als B-Klasse firmiert hat. Die spezielle Geschichte der Schachabteilung soll nachfolgend skizziert werden.

1980 Die Sportfreunde Hans Liebe, Georg Arlt, Klaus Wagner und Lothar Wittmann machen das Schachspiel erstmals im Verein publik, mit selbst mitgebrachter Ausrüstung (Bretter, Figuren und zum Teil auch schon Uhren!). Im Sommer dieses Jahres wird bei Zabo Eintracht dann das erste Schachspiel angeschafft, das zunächst noch beim Wirt für Interessierte hinterlegt ist.

1981 soll im Mai eine Versammlung von interessierten Schachfreunden stattfinden, um gegebenenfalls eine Schachgruppe ins Leben zu rufen. Diese Versammlung findet dann auch mit über 20 Teilnehmern reichlichen Zuspruch. Man schreibt den 12.05.1981. An diesem Tag wird offiziell eine Schachgruppe innerhalb des Hauptvereins ins Leben gerufen – unsere Geburtsstunde! Als Übungsabend wird zunächst der Dienstag bestimmt. Nachdem Lothar Wittmann von der DJK Sparta Noris sozusagen gleich eine halbe Mannschaft zu Zabo lotsen kann, wird bereits im Herbst eine Mannschaft zur Teilnahme am ordnungsgemäßen Punktspielbetrieb im Bayerischen Schachbund angemeldet. Die Namen auf der allerersten Meldeliste an den Schachbund sind Rainer Schork, Paul Wittmann (beide heute noch Mitglieder), Gerhard Goetz, Georg Arlt, Karl-Heinz Wittmann, Michael Baumert und Klaus Wagner. Das erste Punktspiel der Vereinsgeschichte findet im Oktober in Postbauer-Heng statt. Zum ersten Vorsitzenden der neugegründeten Schachabteilung wird Lothar Wittmann, zu dieser Zeit auch Chef des Hauptvereins, gewählt. Schon in diesem Jahr wird die erste Vereinsmeisterschaft durchgeführt, an deren Ende Günter Meisenbach der erste würdige Vereinsmeister bei Zabo Eintracht wird. Er gilt lange Jahre, bis zu seinem Tod, als Motor der Schachbewegung und wichtiges Bindeglied zu den integrierten Schachfreunden von Sparta Noris. Man darf wohl ohne Übertreibung behaupten, daß es ohne Günter Meisenbach Schach bei Zabo Eintracht in dieser Form nicht gegeben hätte.
...und sich bis heute weiterentwickelt hat...

1982 Die erste Saison wird mit einem zufriedenstellenden 7. Platz in der damaligen A-Klasse abgeschlossen. Außerdem plant man für das nächste Spieljahr die Gründung einer Jugendmannschaft, für die allerdings noch weitere Teilnehmer gesucht werden. Lothar Wittmann wird als erster Vorsitzender im Amt bestätigt. Er ist nicht nur einer der Männer der ersten Stunde, sondern hat sich auch weiterhin als treibende Kraft gerade in den schwierigen Anfangsjahren einen Namen gemacht. Seine größte Tat stellte möglicherweise die schachmäßige Verbindung von Zabo und Sparta Noris dar. Mittlerweile hat er andere Aufgaben übernommen, bis heute schätzt man ihn als Organisator des großen alljährlichen Zabo-Open-Turniers und als Herausgeber der Zeitschrift Zabo-Schach. Da es immer mehr Interessierte gibt, wird im Sommer eine zweite Mannschaft aus der Taufe gehoben, die sogleich am regulären Spielbetrieb, vorläufig in der untersten Klasse, teilnimmt. Gerhard Goetz gewinnt das allererste von im Laufe der Jahre unzähligen Blitzturnieren bei Zabo Eintracht. Einen tollen Erfolg feiert bereits im zweiten Jahr des Bestehens unser Klaus Müller, auf der mittelfränkischen Meisterschaft wird er 13. von 93 Teilnehmern.

1983 Der schon erwähnte Spieler Gerhard Goetz wird zum ersten Mal Vereinsmeister. Die neugegründete zweite Mannschaft erreicht in der C-Klasse auf Anhieb einen respektablen 3. Platz. Den 5. Rang belegt die 1. Mannschaft zwei Klassen höher. Abseits von den Schachbrettern erringt unser Verein einen schier unglaublichen 7:1 Sieg auf dem Fußballfeld gegen eine untere Mannschaft des ASN Pfeil. Wir sehen, daß schon bald nach Vereinsgründung die gelegentlichen außerschachlichen Aktivitäten nicht zu kurz kommen.

1984 Gerhard Goetz wiederholt in der Vereinsmeisterschaft seinen Triumph vom Vorjahr. Damit verteidigt in diesem Wettbewerb erstmals ein Spieler seinen Titel. Zum neuen Vorsitzenden wird Günter Meisenbach gewählt, über den bereits ausführlich berichtet worden ist. Dadurch wird dem Engagement dieses Mannes auch formell Rechnung getragen. Die 1. Mannschaft bestätigt ihren beachtlichen 5. Platz der Vorsaison. Dabei taucht in der Aufstellung erstmals aus taktischen Gründen ein sogenannter „Strohmann“ auf, also ein Spieler, der de facto gar nicht zur Verfügung steht. Interessant am Rande: im Juni gibt es erste Querelen über die insgesamt zu dünne Spielerdecke.

1985 Der junge Paul Wittmann wird überraschend zum ersten Mal Vereinsmeister. Es ist der Beginn einer steilen Karriere im Verein, denn noch heute ist er als mit Abstand bester Zabo-Spieler das sportliche Aushängeschild unseres Schachvereins und zu Recht als solches von seinen Gegnern gefürchtet. Paul ist übrigens der Sohn des Mitbegründers und ersten Abteilungsleiters Lothar Wittmann, der sich auch dadurch für Zabo sozusagen verdient gemacht hat. Ein Stern ist am Aufgehen, dafür verläßt der frühere mehrmalige Vereinsmeister und zuverlässige Mannschaftsspieler Gerhard Goetz den Verein in Richtung Cadolzburg. Die 1. Mannschaft erreicht mit dem 3. Platz ihr bis dato bestes Ergebnis in der A-Klasse. Quantitative Probleme entstehen in der 2. Mannschaft, die oft nur zu Siebt, teilweise sogar zu Sechst antreten muß.

1986 Sensationeller Doppelerfolg bei Zabo: Die erste Mannschaft wird überlegen Meister und steigt somit in die nun Kreisliga 1 genannte nächsthöhere Klasse auf. Doch nicht genug damit, selbst die Zweite kann sich als Meister feiern lassen und steigt in die B-Klasse auf! Das ist natürlich für beide Mannschaften der bisher größte Erfolg und jeweils der Aufstieg in eine Spielklasse, der man noch nie angehört hat.

1987 Die Saison geht gut los, in einem Vorbereitungsspiel gegen die SpVgg Ost, den Nachbarn und alten Erzrivalen aus Fußballerkreisen, wird ein standesgemäßes 6:2 gefeiert. Weniger gelungen verläuft dann die Punkterunde, denn nicht nur die erste Mannschaft muß nach einem packenden Finale in den saueren Apfel des Abstiegs beißen. Gleichzeitig verabschiedet sich die zweite Mannschaft nach einer unglücklichen Niederlage im letzten Spiel aus der eben erst neu erklommenen Liga wieder nach unten. So nah liegen Aufstiegsfeiern und Abstiegsschmerz oft beieinander.

1988 Mit einem 5. Platz in der Kreisliga 2 stabilisiert man sich zunächst, ebenso wie unsere Zweite, die nach dem Abstieg im Vorjahr als Vierter ebenso den weiteren Absturz erfolgreich abwendet. Im übrigen wird Günter Meisenbach mit überwältigender Mehrheit als Vorsitzender bestätigt. Ein besonderer Höhepunkt ist die Teilnahme an den DJK-Bereichsmeisterschaften in Versbach bei Würzburg; leider gelingt nicht die Berechtigung zur Teilnahme an der Endrunde, der Deutschen Meisterschaft.

1989 In diesem Jahr findet das erste Stellungsturnier in unseren Räumen statt. das Paul Wittmann vor Reinhard Knab für sich entscheiden kann. Einen erneuten Aufstieg gibt es bei der Ersten zu feiern, der hart erkämpfte 2. Platz berechtigt uns zum Aufstieg in die Kreisliga 1. Da der Mannschaftsführer der Zweiten auch in diesem Jahr Herbert Hennemann heißt, soll an dieser Stelle kurz erwähnt werden, daß er sich besonders viele Jahre als Führer dieser zweiten Mannschaft engagiert hat. Die enge, freundschaftliche Verbindung zu Mögeldorf wird dadurch ersichtlich, daß wir deren Mannschaft in unserer Vereinszeitschrift ausdrücklich zum Aufstieg in die B-Klasse gratulieren.

1990 Mit Toni Erdenkäufer auf dem 2. Rang taucht in der Vereinsmeisterschaft ein Name auf, der sicher einigen Altgedienten noch ein Begriff ist. Sieger wird, bekanntermaßen nicht zum einzigen Mal, unser Paul Wittmann, der seine Leistung in jungen Jahren stets auf hohem Niveau stabilisiert. Ein anderer sehr guter noch jüngerer Spieler, Reinhard Knab, wird 1990 sogar Vize-Kreismeister. Einen für uns als Aufsteiger hervorragenden 3. Platz belegt die erste Mannschaft, das beste Ergebnis seit Bestehen des Vereins! Weiterhin glückt im Bezirkspokal ein schöner Sieg gegen die höherklassige Mannschaft aus Langenzenn in der Besetzung Kiessling, Meisenbach, Knab, Hennemann und Hasenöder. Und es gibt sogar noch einen Höhepunkt:  in der Qualifikation zur DJK-Meisterschaft dürfen wir gegen TB Erlangen aus der 2. Bundesliga antreten, die sogar mit Heydrich einen echten FIDE-Meister aufgeboten haben. Nun, gewonnen haben wir diesen Kampf zwar erwartungsgemäß nicht, aber das bleibt sicher für alle Vereinsmitglieder ein unvergeßliches Erlebnis.

1991 Der eben erwähnte Reinhard Knab wird zum neuen 1. Vorsitzenden gewählt. Er wird es bis 1995 bleiben. Zum neuen Kassier wird der Schachfreund Rainer Schork gewählt; er wird dieses verantwortungsvolle Amt neun Jahre innehaben! Die ersten und zweiten Mannschaften behaupten sich in ihren Spielklassen Kreisliga 1 bzw. C-Klasse. Das zweite Stellungsturnier kann der frischgebackene Vorsitzende Reinhard Knab für sich entscheiden. Der langjährige Schachfreund Axel Fritz muß leider adieu sagen, er verändert sich beruflich Richtung Norden.

1992 Ein ausgemachter Exot findet sich in den Siegerlisten des Vereinsturniers, Helmut Reh heißt in diesem Jahr der Gewinner. Hervorstechendes Ereignis ist in dieser Saison die Teilnahme an den DJK-Meisterschaften in Regensburg mit der Besetzung Kiessling, Knab, P. Wittmann und Meisenbach, wobei Paul Wittmann und Reinhard Knab für besondere Leistungen ausgezeichnet werden. Die Mannschaft erreicht bei diesem Turnier den 6. Platz. In den Punkterunden können sich die erste und zweite Mannschaft weiter stabilisieren. Dabei sticht ein außergewöhnliches Vorkommnis bei unserer Zweiten heraus. Zum Auswärtsspiel in Buch reist man mangels Spielermasse mit der gerade noch zulässigen Mindestanzahl von VIER (!!) Spielern an. Am Ende steht ein 4:4  ! Die Namen der einsamen Heroen: Herbert Hennemann, Toni Erdenkäufer, Marcus Scholz und Dieter Jäckel.

1993 Reinhard Knab, schon lange einer der besten Spieler und weiterhin amtierender Vorsitzender, wird zum ersten Mal Vereinsmeister vor Karlheinz Wittmann. Am 30.03. findet erstmals eine ordentliche Mitgliederversammlung statt mit den Anwesenden Hasenöder, Hennemann, P. Wittmann, K.-H. Wittmann, Knab, Schork, Schmid und (offiziell als Gast von Sparta Noris) G. Meisenbach. Es wird eine Organisationsrichtlinie verabschiedet und ein Vergnügungsausschuß gebildet. Im Mai erringt unsere Abordnung beim DJK-Bundessportfest in Bamberg einen sehenswerten 3. Platz. Weniger erfolgreich schneidet in der laufenden Punkterunde die erste Mannschaft ab, sie kann bei einem 9. Platz den Abstieg nur haarscharf verhindern, während unsere Zweite als Dritter in ihrer Liga deutlich besser abschneidet. Bei einem weiteren Stellungsturnier siegt R. Knab vor Stefan Schmid und Rainer Schork.

1994 Anfangs der Saison Umzug in den großen Nebenraum wegen der immer weiter steigenden Teilnehmerzahl. Die Qualifikation zur DJK-Bereichsmeisterschaft, an der wir ja in den letzten Jahren häufig teilgenommen haben, wird bedauerlicherweise verpaßt. Hinter dem mehrmaligen Sieger P. Wittmann kann sich mit Thomas Ahlich als Zweitplatzierter ein neuer Name in die Annalen der Vereinsmeisterschaft eintragen. In den Punkterunden kommt es zum Supergau: Sowohl die erste als auch die zweite Mannschaft müssen absteigen! Erfreulicher verläuft ein unvergessener mehrtägiger Ausflug nach Kirschletten bei Zapfendorf, über den an anderer Stelle in dieser Publikation noch etwas ausführlicher berichtet wird. Eingeführt wird neu eine Kinderschachwoche, und zum ersten Mal bestehen vier Nachwuchs-Schachkünstler die Prüfung zum so genannten Bauerndiplom, darunter die heute noch aktuellen Mitglieder Thomas Ludwig und Stefan Schiller.

1995 Der zweiten Mannschaft gelingt der sofortige Wiederaufstieg zurück in die nun Kreisliga 3 genannte Liga. Unsere Erste hat weniger Glück und muß sich nach dem vorjährigen Abstieg mit Rang 4 begnügen. Als 2. Vorsitzender und Stellvertreter von R. Knab wird zum fünften Mal in Folge Herbert Hennemann bestimmt. Der Vergnügungsausschuß ist nicht untätig: P. Wittmann wird Sieger des ersten zumindest urkundlich so festgehaltenen Schafkopfrennens. Darüber hinaus gewinnt P. Wittmann 1995 den erstmals ausgespielten Vereinspokal. Zu den abenteuerlichen Umständen des Endspiels mehr unter „Skurriles“. Reinhard Knab wird ausgebildeter Jugend-Übungsleiter, ein schöner Erfolg. Dazu paßt, daß die später noch öfter erwähnte N. Zabarska als erste Jugendliche das Königs-Diplom erringt. Natalja Zabarska ist die beste Schachspielerin, die bei Zabo alle Jugendstationen seit früher Kindheit durchlaufen hat, der mehrfach erwähnte P. Wittmann war bei Vereinseintritt etwas älter als sie. Bereits mit acht Jahren wird sie z.B. Sechste bei den Bayerischen Meisterschaften dieser Altersklasse. Im Vergnügungsbereich findet ein vielbeachtetes Fußballspiel gegen die erste Mannschaft von Zabo statt, bei dem es zur Halbzeit sensationell nur 2:1 für die Fußballer steht! Aber die „Profis“ reißen sich am Riemen und siegen schlußendlich noch standesgemäß 8:2. Ferner findet im September ein Ausflug nach Windheim mit Schachfreund Förtsch statt.

1996 Nach jahrzehntelangem Engagement für das Zabo Eintracht Schach glückt G. Meisenbach der Sieg in der Vereinsmeisterschaft. Pokalsieger wird bei der zweiten Austragung dieses Wettbewerbs Stefan Schmid. Herbert Hennemann wird der vierte Vorsitzende in der Geschichte der Schachabteilung, unterstützt von seinem Vize Robert Schrenk. Während die erste Mannschaft zu Saisonende einen Mittelfeldplatz belegt, muß die zweite im zweiten Jahr nach dem Aufstieg wieder den Weg in die Kreisliga 4 antreten. Der Schachverein hat sich weiter vergrößert und meldet nun sogar schon eine dritte Mannschaft in der untersten Spielklasse, einer Liga mit Vierer-Mannschaften. Die Vereinsmitglieder Holger Dyroff und Reinhardt Knab werden geprüfte Schiedsrichter.

1997 Thomas Ahlich erringt zum ersten Mal die Krone der Vereinsmeisterschaft vor R. Knab und Peter Ziegler, Pokalsieger darf sich in diesem Jahr Paul Wittmann nennen. Die erste Mannschaft schafft endlich wieder den Aufstieg in die Kreisliga 1. Neuer erster Vorsitzender wird Stefan Schmid, der das Amt bis zum heutigen Tag innehat. Im September einigt man sich auf den Mittwoch als neuen Übungsabend. Im Jugendbereich wird die zehnjährige N. Zabarska mittelfränkische Meisterin ihrer Altersklasse. Neben ihr nehmen vor allem Stefan Schiller und Thomas Ludwig seit Jahren an vielen Jugendturnieren teil.

1998 Peter Ziegler unterstützt Stefan Schmid als neu gewählter 2. Vorsitzender. Während die Erste als Liganeuling die Klasse auf einem Mittelfeldplatz souverän erhalten kann, feiert die Zweite sogar den Aufstieg. In dieser Saison meldet Zabo Eintracht erstmals eine vierte Mannschaft. In langer Erinnerung bleibt ein Simultanabend gegen den russischen Starspieler Ruslan Gabduschew, dem wir nach zähem Ringen bei 13 Niederlagen wenigstens 2 Remis abknüpfen können. Bei einem Einladungsturnier des mit uns befreundeten SC Mögeldorf erreicht Zabo den 2. Platz. Seit 1998 nehmen wir regelmäßig am Zabo-Stadtteilfest teil. Zum Schluß das bei weitem unerfreulichste Ereignis dieses Jahres: Am 13.06.98 stirbt plötzlich und unerwartet unser jahrzehntelanger Mitspieler und einer der führenden Köpfe bei Zabo Schach überhaupt, unser beliebter Schachfreund Günter Meisenbach, im Alter von nur 58 Jahren. Wir haben ihm viel zu verdanken!

1999 Ein Meilenstein ist die Austragung des ersten Zabo Open Turniers, das bald überregional bekannt Spieler aus ganz Deutschland (und darüber hinaus!) zur Teilnahme bewegen wird. Nachdem in sämtlichen Mannschaften nur noch Spieler unseres Vereins vertreten sind, wird die Spielgemeinschaft mit Sparta Noris beendet. Jürgen Hacker wird neuer Vereinsmeister, Stefan Grasser von der Mitgliederversammlung zum neuen 2. Vorsitzenden bestimmt. Die erste Mannschaft feiert den bis heute größten Erfolg der Vereinsgeschichte, den Aufstieg in die Bezirksliga!! Daneben verblaßt verständlicherweise, daß nun sogar eine fünfte Mannschaft für die unterste Klasse gemeldet wird. Ein sehr schöner Erfolg unserer Nachwuchsarbeit ist der Sieg der gerade zwölfjährigen Natalja Zabarska bei der mittelfränkischen Damen-Schnellschachmeisterschaft. Beim sogenannten Palm-Beach-Cup des SC Stein belegt Zabo den 4. Platz.

2000 Peter Forche, selbst erst ein Jahr Mitglied, bringt aus seinem Bekanntenkreis gleich vier Neuzugänge auf einen Streich zum Verein, eine willkommene Verstärkung unserer vierten Mannschaft. Sehr erfreulich, daß unsere Erste den frisch errungenen Platz in der Bezirksliga mit einem 4. Tabellenplatz deutlich halten kann. Zufälligerweise landen die Zweite, Dritte und Vierte in ihren Ligen jeweils auf Rang 6. Robert Weidenhöfer löst nach neun Jahren unseren verdienten Kassier Rainer Schork ab, der nebenbei bemerkt auch lange Jahre Spielleiter sowie Mannschaftsführer der Ersten gewesen ist. Paul Wittmann wird zum vierten Mal in Folge Pokalsieger, selbst für diesen hervorragenden Spieler ein bemerkenswerter Erfolg. Außerdem bemerkenswert, daß er heuer in der DWZ als erster Schachspieler von Zabo Eintracht die magische 2000-er Grenze überschreitet. Jürgen Hacker trägt beim Qualifikationsturnier zur mittelfränkischen Meisterschaft den Sieg davon. Beim Pfingst-Schafkopfturnier mit 18 Teilnehmern gewinnt Bruno Väth. Beim ersten Triathlon, dem so genannten „30-Liter-Cup“ (Mineralwasser?), siegen wir gegen den befreundeten Verein Noris Tarrasch haarscharf: 11:1 im Fußball, 2:10 beim Schach und 6:6 beim Schafkopfen.

2001 Erste Auslandsreise zu einem Schachturnier nach Olmütz/Tschechien, von Detlev Schmidt, Peter Forche und Herbert Hennemann (dieser ist mit dem Fahrrad angereist!). Mit Vitalij Chevts auf dem dritten Platz erscheint ein neuer Name in der Vereinsmeisterschaft; zur Untermauerung gewinnt er gleich den diesjährigen Pokalwettbewerb vor Steffen Winterfeldt. Die erste Mannschaft erringt mit dem 3. Platz in der Bezirksliga das bis heute beste Ergebnis in ihrer Geschichte. Peter Knörrich nimmt den Posten des 2. Vorsitzenden ein. Eine bleibende Erinnerung wird der Ausflug nach Hellern bei Osnabrück zum neuen Verein unseres langjährigen Vereinskameraden Stefan Grasser. Unter anderem steht dabei ein Fußball-Hallenturnier auf dem Programm. Robert Weidenhöfer besteht die Prüfungen zum Jugendleiter und Schiedsrichter. Auch das sind schöne Erfolge außerhalb des Schachbretts, stehen sie doch für den Enthusiasmus unserer Mitglieder.

2002 Vitalij Chevts macht weiter von sich reden, Paul Wittmann muß sich den Sieg im diesjährigen Vereinsturnier mit ihm teilen. Stefan Behlert wird auf der Jahreshauptversammlung zum neuen Kassier gewählt. Während sich unsere Erste weiterhin in der Bezirksliga behauptet, steigen zweite und dritte Mannschaft beide in diesem Jahr auf. Der langjährige Vereinskamerad Knab wird, wenngleich seit vielen Jahren ein guter Spieler, zum ersten Mal Pokalsieger vor Dietrich Münzenberg. Gegen den befreundeten FIDE-Meister Oskar Hirn schneiden wir bei einem Simultanturnier unerwartet gut ab, verlieren nur 6,5 zu 12,5.

2003 Herbert Hennemann wird nach 1991 bis 1995 und 1997 zum dritten Mal 2. Vorsitzender. Dr. Reinhardt Knab verteidigt seinen Titel im Pokal, diesmal schlägt er im Endspiel Steffen Winterfeldt. Für große Ernüchterung sorgt naturgemäß der Abstieg unserer ersten Mannschaft, im vierten Jahr kann man die Bezirksliga leider nicht mehr halten. Daneben muß auch die Dritte eine Klasse tiefer, dagegen erreicht die Zweite mit Rang 2 in der Kreisliga 2 ihr bis dato und bis heute bestes Ergebnis. Natalja Zabarska schafft bei der Bayerischen U18-Meisterschaft einen hervorragenden 2. Platz.

2004 Gleich zwei ganz neue Namen auf dem Siegerpodest der Vereinsmeisterschaft: Stefan Behlert und Steffen Winterfeldt teilen sich den Triumph. Stefan Schmid wird zum vierten Mal innerhalb der letzten fünf Jahre Dritter, auch kein schlechter Erfolg. Zum neuen Kassier wird von der Hauptversammlung Dietrich Münzenberg bestimmt, besser gesagt, er erklärt sich freundlicherweise dazu bereit, da zunächst niemand das mit viel Arbeit verbundene Amt übernehmen will. Stefan Behlert, der das Amt durchaus zufriedenstellend ausgefüllt hat,  hat zu Aller Überraschung auf der Hauptversammlung spontan seinen Rücktritt erklärt. Unsere Zweite bestätigt das beste Ergebnis ihrer Geschichte aus der Vorsaison, wird wieder 2. in der Kreisklasse 2.  Stefan Schmid wird erster Gewinner des frisch eingeführten Sommerturniers. Neuer Teilnehmerrekord beim seit 1999 alljährlich stattfindenden und stetig wachsenden Zabo Open, 117 Teilnehmer wollen um die Krone kämpfen. Der Triathlon findet in diesem Jahr eine Neuauflage, jetzt nimmt auch der Schachklub Neumarkt teil, damit sind wir schon zu dritt. Noris-Tarrasch siegt vor Neumarkt und Zabo.

2005 Zielgenau verpaßt unsere Erste den angestrebten Wiederaufstieg, der 2. Platz ist bei einem Punkt Rückstand auf den Meister knapp zu wenig. Absteigen muß die Zweite, ihr Weg führt in die Kreisklasse 3, und das als amtierender Vizemeister des letzten Jahres! Hauptgrund sind die vielen Ausfälle im Spielerkader, allzu oft müssen Leute aus der Dritten sogar auf den mittleren Brettern aushelfen, die sich redlich bemühen, aber einfach nicht die nötige Qualität besitzen. Thomas Ahlich wird zum zweiten Mal nach 1997 Vereinsmeister und außerdem Zweiter im Pokal (hinter P. Wittmann). Peter Forche löst Herbert Hennemann als neuer 2. Vorsitzender ab. Beim Triathlon gibt es, wenn auch knapp, das gleiche Ergebnis wie im Vorjahr. Der durch Stefan Schnabel wiederbelebte Vergnügungsausschuß macht mit zwei interessanten Premieren von sich reden (Tiergartenbesuch, Altstadtführung durch das Jakobsviertel).

2006 Es ist nicht zu glauben, wieder schrammt die Erste am Aufstieg vorbei, dieses Mal als Dritter einen Punkt hinter dem Zweiten (bei zwei Aufsteigern!). Auf ein Neues im nächsten Jahr. Wenigstens kann die Zweite den Durchmarsch nach unten verhindern, hievt sich am letzten Spieltag auf einen Nicht-Abstiegsplatz. Die Dritte, unsere Jugendmannschaft, verstärkt durch einige Veteranen, belegt einen Mittelfeldplatz bei manchen schönen Einzelerfolgen, z.B. durch unsere hoffnungsvollen Talente Vanessa Lange und Benjamin Schwegler, die Anfang des Jahres die Prüfung zum Königsdiplom bestehen, der höchsten Auszeichnung im Jugendbereich. Gut besucht ist ein Skatturnier im Februar, das überraschenderweise Peter Forche vor dem früher bundesligaerprobten Paul Wittmann gewinnt, Dritter wird Klaus Müller. Hervorragend etabliert hat sich das Zabo Open, es wird diesen September mit einem neuen Rekordbesuch gerechnet, wobei wir bei einer technisch begrenzten maximalen Teilnehmerzahl von 120 wohl sogar einigen Interessenten absagen müssen. Ein am Rande sehr erfreulicher Umstand ist, daß unsere Natalja bereits regelmäßig in der 2. Damen-Bundesliga zum Einsatz kommt, wenn auch mangels einer eigenen Damenmannschaft bei einem fremden Verein. Da unsere Finanzlage durchaus gesund ist und unsere Mitgliederzahl stabil (derzeit 53, die zahlenmäßig größte Abteilung beim Hauptverein Zabo Eintracht e.V.), dürfen wir wohl mit Fug und Recht optimistisch in die Zukunft blicken!

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